Unsere Reise nach Botswana vom 29.10.2008 bis 21.11.2008

Tag 1 (29.10.2008) Ankunft und Waterberg

Ankunft in Johannesburg, der Flieger ist sehr pünktlich. Am Zoll eine lange Schlange, dafür ist dann das Gepäck schon auf dem Band. Der Fahrer, der uns abholen soll ist aber leider noch nicht da. Ein paar Telefonate, Warten und die Fahrt zur Autovermietung später, könnn wir endlich unser Auto in Empfang nehmen. Die Fahrzeugübergabe durch Rob von Bushlore (www.bushlore.com) ist schon fast das erste Abenteuer. Das Auto (Landrover Defender TD 5) ist schon beeindruckend.

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Landrover Defender TD5 mit Winch

Neben dem Fahrzeug gibt uns Rob auch noch einen Tip für unseren ersten Stop, nicht wie gplant nach Gabarone sondern zum Waterberg. Jetzt aber erst einmal einkaufen, tanken, Geld wechseln und dann geht es los Richtung Norden zum Waterberg Wildlife Resort. Unterwegs erspähen wir bereits die ersten Zebras, Impalas, Kudus und Paviane. Am Gate warten wir auf Joseph, der uns abholen soll. Er muss aber erst mal ein paar Kilometer mit dem Fahrrad zurück legen. Doch Rob hatte ihn schon informiert und so kommt er schließlich angeradelt. Zurück zum Camp nehmen wir Joseph samt Fahrrad auf dem Dach mit. Das Zelt ist echter Luxus, mit Badewanne! Die erste Nacht ist ruhig, es regnet nur ein wenig.

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Unser Zelt im Waterberg Wildlife Resort

[Kilometer 260]

Tag 2 (30.10.2008) Kahma Rhino Sanctuary

Joseph holt uns um 06:00 Uhr zum ersten Gamedrive ab.

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Jutta und Joseph

Die Fahrt ist für Andreas gerade gut, um sich mit dem Auto beim Offroad fahren vertraut zu machen. Wir sehen unsere ersten Giraffen und Antilopen. Danach frühstücken wir und machen uns auf den Weg nach Botswana, zwar nicht auf dem direkten Weg, aber so kommt Jutta zu ihrer ersten Sandpiste. Die Grenzformalitäten sind sehr aufwendig, hier ein Formular – da ein Formular, aber irgendwann ist auch das geschafft. Jetzt geht es weiter zu unseren ersten Stop in Botswana, dem Khama Rhino Sanctuary (www.khamarhinosanctuary.com).   Ankunft im Rhino – keine Chalets mehr, dafür Generalprobe fürs Camping! Doch zuerst machen wir einen Gamedrive zum Malemas Pan. Dort läuft uns gleich eine ganze Nashornfamilie vor die Linse. Danach fahren wir zum Bird Hide. Dieser gestaltet sich als ein langer Gang der mit Holz eingefaßt ist. Am Ende ist dann der Unterstand. Doch anstatt der Vögel, gesellt sich ein junger Nashornbulle zu uns.  Er läßt sich durch uns nicht stören. Doch als Jutta laut nießen muss, macht er sich aus dem Staub.

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Wir fahren zur Campsite. Das erste mal das Dachzelt aufgebaut (geht recht einfach von der Hand), dann den Grill angeschmissen und gegrillt. Zum Essen einen guten Rotwein, so läßt sich auch das Campen aushalten. Danach noch abgewaschen (auch ungewohnt) und dann ab in das gemütliche Zelt.

[Kilometer 748]

Tag 3 (31.10.2008) Central Kalahari Game Reserve (CKGR), Sunday Pan Campsite

Andreas wird als erster um 05:10 Uhr wach, „er muß“ und beschließt, daß es auch Zeit ist zum Aufstehen. Es wird gerade hell. Zähne putzen mit Kaffetasse, ein wenig Wasser ins Gesicht. Es gibt einen Kaffe und dann brechen wir auf zum morgentlichen Gamedrive. Nach einer Viertelstunde Fahrt, kommt uns jemand zu Fuß entgegen. Ein kanadischer Polofahrer. Natürlich hatte er sich festgefahren. Andreas schleppt ihn aus dem Sand. Eigentlich gleich 3 mal, denn der Kanadier mußte ja nach der ersten Befreiungsaktion versuchen zu wenden, was dazu führte, dass er noch tiefer festsaß. Die ganze Aktion kostet uns 1 Stunde. Dennoch erspähen wir noch 9 Nashörner, dabei auch ganz kleine, Giraffen und eine Schildkröte. 450 Kilometer und 4 Veterinärzäune (es wird nur flüchtig kontrolliert, nur die offene H-Milch wolen sie uns nicht lassen) später erreichen wir Rakops. Dort wollen wir ein letztes Mal vor der Kalahari tanken. Doch was sagt der Tankwart: „Diesel ist leer“. Das ist schlecht, da uns jetzt mindestens 40 Liter für die Kalahari fehlen. Der erste Schreck: Auf der Piste zum CKGR stellen wir fest, dass der Fotoapparat ohne Deckel mit dem Objektiv auf den Spatengriff geruscht ist –  wir haben aber Glück, kein Schaden. Das lehrt uns aber, alles immer gut zu verstauen, bevor wir losfahren. Nachdem wir das Gate erreicht haben, ist kein Ranger da. Nach mehrfachen Rufen, Pfeiffen und längerer Wartezeit, entschließen wir uns einfach wieter zu fahren. An der Desception Pan machen wir auf der Campsite erst einmal Rast und genießen einen Kaffe in der Gesellschaft eines Redbilled Hornbill.

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Danach fahren wir weiter zur Sunday Pan, leider ist das Wasserloch nicht gefüllt, da die Pumpe nicht funktioniert. Dafür ist die Campsite ein Traum. Ein herrlicher Blick über die Pan und als Andreas das Wasser für Juttas Dusche aus dem Tank laufen läßt, bekommen wir Besuch von einem Kgano(Schlankichneumon), der erst einmal seinen Durst löscht.

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Nachdem wir geduscht haben – man glaubt nicht mit wie wenig Wasser 2 Personen duschen können (wir haben 3,5 Liter benötigt) – wird gegrillt. Dabei erhalten wir Gesellschaft von einem neugierigen Phuduhudu (Steinböckchen). Um 21:00 Uhr geht es dann ab ins Zelt, über uns der traumhafteste Sternenhimmel, den wir je gesehen haben.

[Kilometer 1207]

Tag 4 (01.11.2008) Kalahari Game Reserve, Pipers Pan Campsite

Um 05:00 Uhr wird geweckt. Es wird langsam hell. Das Zelt abbauen wird für Andreas langsam aber sicher zur Routine. Wir pirschen uns durch die Savanne, jagen Guinea Fowls und Andreas entdeckt eine Giraffe – nein es sind fünf. Eine rennt panisch davon, vor uns?

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Wir sehen Springböcke, jede Menge Oryxe (Spießböcke) und Schakale. Wir fahren weiter zum Letiahau Wasserloch. Dort liegen 3 junge Löwenmännchen faul im Schatten eines Baumes. Wir beobachten die drei eine Weile und entschließen uns dann, ein Frühstück zu bereiten, denn unsere Mägen knurren. Im Vorbeifahren sehen wir noch 2 Kudumännchen unter den Bäumen stehen. Um 09:30 Uhr gibt es ein Tamm‘ sches Frühstück (Eier mit Speck und Tomate, nicht für Andreas, dazu leckeren Instantkaffe).

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Hier planen wir auch unsere Route neu, da wir ja leider mit weniger Diesel als geplant unterwegs sind. Danach relaxen wir bei extreme Hitze uter dem improvisiertem Sonnensegel, bis uns die ersten Wolken ein wenig Abkühlung bringen. Wir gehen erst einmal auf Motivjagd mit dem Makroobjektiv. Es gibt noch einen Kaffee und dann fahren wir erneut zum Wasserloch. Es liegt immer noch ein Kudu unter den Bäumen im Schatten. Der zweite ist Beute der drei jungen Löwen geworden, die ihn genüßlich verspeisen. Man hört sie die Knochen knacken. Wir bleiben noch eine ganze Weile bei ihnen und beobachten sie beim Fressen. Als sich auch die Löwen zur Ruhe begeben, fahren wir zu unserer Campsite in der Pipers Pan, wo wir unser Nachlager aufschlagen wollen. Unterwegs treffen wir auf eine Löwin, die extra nur für uns posiert. Bevor wir auf die Campsite fahren, schauen wir noch am Wasserloch in der Pipers Pan vorbei. Allerdings sind nur ein paar Springböcke zu sehen. Als sich gerade ein Gnu und ein Kudu dem Wasserloch nähern, taucht noch eine weitere Löwin auf. Da es schon langsam dunkel wird und auch ein Gewitter im Anmarsch ist, fahren wir zu der Campsite.  Wir entscheiden uns heute gegen ein Lagerfeuer, da der Wind immer stärker wird. Stattdessen gibt es, nach einer schnellen Dusche, Suppe aus der Dose. Den Rotwein trinken wir heute im Zelt.  Der Wind rüttelt an den Stangen, die Löwen brüllen um die Wette und Jutta hat Angst (wo vor sie mehr Angst hat, läßt sich nicht ergründen), das Zelt jedenfalls hält. Die Nacht ist sehr stürmisch und immer wieder blitzt und donnert es oder waren es doch die Löwen? Jutta ist froh, als es endlich so gegen 05:10 Uhr wieder hell wird.

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[Kilometer 1348]

5.Tag 02.11.2008  Ghanzi Tautona Lodge

Aufbruch an der Piper Pan Campsite, die 70 Kilometer Sandpiste von Xade nach Ghanzi vor uns. Stop am Wasserloch. Wir werden empfangen von 5 Löwen, drei Männchen und 2 Weibchen. Sie liegen wir aufgereit auf dem Fahrweg. Da traut sich natürlich keine anderes Wild an das Wasserloch. Nur ein paar Schakale sind in der Nähe und in der Ferne sind Kudus und Gnus.

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Dann geht es los zur langen Sandpiste, die nach dem Xade Gate auf uns wartet. Die Fahrt zum Gate gibt Andreas schon mal einen Vorgeschmack auf den Tiefsand. Deshalb stärken wir uns am Xade Gate noch mit einem Früstück. Die Tiefsandpiste ist für Andreas keine Herausforderung. Unser Landrover durchfährt den Tiefsand wie Nichts. Wir bleiben nicht stecken – trotzdem die wir mit normalen Reifendruck fahren. Die Wegbeschreibung des Reiseführers enttaüscht, aber dafür haben wir ja unser GPS.  Nachdem wir den Tiefsand verlassen haben treffen wir auf ein gealtiges Buschfeuer.

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In Ghanzi preschen wir erst einmal zu weit vor und enden an einer Kontrollstelle für die Maul- und Klauenseuche. Hier wird streng kontrolliert: Die eingescheißten Steaks dürfen wir behalten, die Salami wird aber einbehalten. Leider war das aber alles umsonst – die Lodge liegt vr der Kontrollstelle. 15:00 Uhr, wir können auf der Lodge den Schmutz der letzten drei Tage abduschen. Dann wird gefaulenzt bis zum Dinner. Steak mit Potatoes, lecker. Wir, besonders Jutta, schlafen ruhig unter einem festen Dach.

[Kilometer 1607]

6. Tag 03.11.2008 Ngumi Island Lodge Montag

Start in den Tag um 05:30 Uhr, beim einen Kaffee werden ganz in Ruhe die Sachen gepackt. Nach einem Stop an der Tankstelle geht es weiter nach Norden. Wir machen einen Abstecher nach D’Kar. ein traditionelles Dorf der Buschleute. Dort sehen wir an einigen Hütten viele Kinder, denen wir die mitgebrachten Spielzeugautos schenken.

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Der Lake Ngumi ist eine Enttäuschung für Jutta, da er nicht das versprochene Wasser führt. Auch ein Abstecher in Richtung Maun bietet keine einladene Stelle für unser wohlverdientes Frühstück. Stattdessen gibt es Müslizwieback (eigentlich dachten wir es wäre Schkoladenkekse). Drei Veterinärzäune weiter (diesmal allerdings ohne jegliche Verluste) und etliche Kilometer weiter landen wir in Etsha 6. Dort kaufen wir ein, was der Laden noch so hergibt, da die erwartete Lieferung noch nicht eingetroffen ist. Da wir aber heute nicht tanken, werden wir  morgen noch einmal vorbei schauen.

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Der tiefsandige Weg zur Lodge ist ganz nach Andreas Geschmack. Die Lodge liegt wie versprochen Meilen im „Dchungel“. Wir bekommen ein nettes Zelt auf der Campsite und genießen den Nchmittag mit Affen und Erzählungen von Preston dem Lodge Chief.  Zwischenzeitlich hatten die Affen Juttas Milch Packung, die wir vergessen hatten einzuschließen, genüßlich geleert und auch auf dem Boden verteilt.

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Ein opulentes Diner im Kreis der noch anwesenden dt. Winkinger Reisegruppe (silberne Flipflop etc.) beschließt den Tag. Die Nacht in unserem bequemen Zelt ist ruhig.

[2123 km]

7. Tag  (04.11.2008) Tsodillo Hills, Malatso Campsite Dienstag

Der Versuch um 06:00 Uhr ein paar Elefanten zu sehen, scheitert. Dafür ist das Frühstück wieder sehr üppig. Anschließend starten wir zur Mokoro Tour.

Der Poler (so wird der Mokorofahrer genannt) führt uns 3,5 Stunden durch das Papyrusdickicht des westlichen Okavangodeltas. Wir sehen Unmegen von verschieden Vogelarten, große Reiher, African Fish Eagle und vieles mehr. Es ist eine atemberaubende Flora und Fauna, die man durch die Mokorofahrt sehr hautnah erlebt.

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Der kurze Walk über eine Insel führt uns zwar nicht zu den erhofften Hippos, dennoch erfahren wir dabei viel über die Tier- und Pflanzenwelt. Der Poler nennt uns jede Vogelart, erläutert die Spuen, die wir sehen und erklärt die Nutzung der Pflanezn durch die Einheimischen. Wenn man sich das alles nur merken könnte. Aber hoch interessant ist es trotzdem.

Wieder an der Campsite angekommen, machen wir uns noch einmal nach Etsha 6 auf, um zu tanken. Es ist immer wieder erstaunlich, was so alles als Tankstelle herhalten muss.

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Wir machen uns nach dem Tankstopp auf nach Tsodillo Hills.  Am Museum werden wir freundlich empfangen und vereinbaren einen Guide für 06:00 Uhr am nächsten Morgen. Wir suchen uns den einsamsten Platz am Ende von Female Hill und erkunden bei heranziehenden Gewitter den Liontrail. Unser Grillabend fällt dann auch den Thunderstorms zum Opfer. Gegessen wird Salat und lecker zubereitetes Fleisch, geschützt durch unseren Tisch gegrillt, im Auto. Draußen ein Feuerwerk von Blitz und Donner. Das wird natürlich noch durch die Felswände hinter uns akustisch aufgewertet. Jutta hat ihre Freude daran und läßt sie lange wach liegen (Andreas schläft natürlich wie immer).

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[Kilometer 2293]

8. Tag  (05.11.2008) Namibia, Mahabga Safari Lodge

Um 04:00 Uhr muß Jutta pieseln, Gott sei dank hat de Regen kurz aufgehört und Jutta traut sich raus. Bis 05:00 Uhr schlummern wir weiter, werden dann aber vom heftigen Wind wachgerüttelt. In Rekordzeit wir das Zelt abgebaut. An der Reception wird schnell geduscht und Zähne geputzt. Unser Guide ist bis 06:30 Uhr immer noch nicht in Sicht. Also stapfen wir den Rhino Trail alleine los. Wir finden auch nacheinander die Felsmalereien der Buschmänner. Trotz der Gewitter in der letzen Nacht ist jetzt alles ruhig und still, bis wir eine Ebene auf dem Berg erreichen. Es ist zwar kein Gewitter, aber dafür ein markerschütterndes Gebrüll eines Leoparden. Andreas bewaffnet sich gleich mit einer handvoll Steinen. So bewaffnet erkunden wir den Rest des Trails. Der Leopard läßt aber nichts mehr von sich hören und sehen. Wieder am Auto wird auf den Schreck ein Frühstück bereitet.

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Die Zollformalitäten nach Namibia sind problemlos. In Mahambo Game Park sehen wir am Okawangoriver gleich viele Hippos und bei der Kaffeepause beobachten wir ein riesen Krokodil. Außerdem sehen wir einen Waran, eine große Herde Rappenantilopen, Wasserbüffel und Warzenschweine. Weiter fahren wir zu einem Wasserloch. Dort erwartet uns eine Herde Zebras. Aber nicht wir verscheuchen sie sondern die herannahenden Elefanten. Bald stehen wir Auge in Auge mit einer Herde Elefanten.

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Wir nehmen gleich die erste Lodge mit Campsite. Es sind sehr saubere Duschen und Toiletten vorhanden. Der Chef der Lodge kommt aus dem Schwabenlande. Direkt am Fluß begleitet vom Grunzen der Flusspferde genießen wir ein stimmungsvolles Dinner (das Essen ist eher mittelmäßig, aber die Location ist wunderschön).  Danach schlafen wir ruhig, Jutta auch fest, auf unserer Campsite ein.

Tip: Der Mahambo Game Park ist wirklich ein Geheimtip. Sehr viele Antilopenarten und auch viele große Elefantengruppen. Der Park ist sehr gut befahrbar. Die Ranger am Gate sind freundlich und erklären alles mit fundiertem Wissen.

[Kilometer 2461]

9. Tag 06.11.2008 Kasane, Toro Safari Lodge Kasane

Gut ausgeruht starten wir mit einem gesunden Frühstück (Ananas mit Kornflakes) nach Kasane. Jetzt stehen uns die knapp 500 km Fahrt nach Kasane bevor. Ein Abstecher von der Hauptstraße führt uns nicht wirklich weiter, da die auf unserer Karte eingezeichnete Straße nicht mehr existiert. Also bringen wir die recht eintönige Strecke auf der Hauptstraße möglichst schnell hinter uns. In Kasane suchen wir uns eine Lodge. Die Erste ist ausgebucht, aber bei der Zweiten, die sich in Kazungula befindet, können wir zwei Nächte bleiben.  Die Chalets sind zwar rustikal, aber es ist alles vorhanden was man braucht. Abends beim Diner haben wir Gesellschaft von einem Hippo, das den gut gepflegten rasen verspeißt, während wir uns an gebratener Hühnerleber und Steak mit backed Potatos laben. Wir schlafen tief und fest (auch Jutta) durch eine stille Nacht.

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[3012 km]

10. Tag (07.11.2008) Kasane, Toro Safari Lodge

Hier ist auch das Frühstück mit im Preis inbegriffen. Mit Blick auf den Chobe River genießen wir unser Früstück. Dann brechen wir auf nach Sambia zu den Victoria Falls. Der Versuch zu Tanken scheitert an der ersten Tankstelle, da mal wieder kein Dieel da ist. Die Androhung des Reiseführers von 3 Stunden Wartezeit an den tankstellen in Kasane macht uns unruhig. Also schnell nach Kasane zum Tanken, was dann völlig unproblematisch ist.

Das spannenste sind die Grenzformalitäten nach Sambia, denken wir, bis wir feststellen, dass wir in Simbabwe angekommen sind!!! Man sollte eben die richtigen Schilder beachten. Das Ganze kostet Zeit, Nerven, viel Papierkram und fast 80 $ pro Person. Davon geht ein kleiner Teil in die Taschen der Beamten glauben wir. Unsere Reservekanister sind zum Glück gesichert, da in Simbabwe der Sprit sehr knapp ist.

Die Victoria Fälle machen aber alles wieder wett. Außerdem ist es jetzt unser Glück in Simbabwe zu sein, da wir so den direkten Blick auf die Falls haben. Es ist ein grandioser Anblick, auch wenn zur Zeit (Ende Trockenzeit) nicht viel Wasser die Fälle herunter rauscht (nur 20 Millionen Liter pro Minute).

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Im Ort Victoria Falls werfen wir noch einen Blick in das noble Victoria Falls Hotel. Nach einem Snack und eìnem Drink geht es wieder Richtung Botswana. Diesmal geht der Grenzübertritt ein wenig schneller.

Den Rest des Nachmittages verbringen wir mit Fotos schauen und lesen. Zum Dinner gibt es Buffet -echt Klasse- leider bleibt heute das Hippo aus.

Tip: Von Simbabwe aus kann man die Virtoria Falls besser sehen. Dafür kann man auf der Seite von Sambia an der Fallgrenze entlang gehen. Wir finden die simbawische Seite interessanter.

[Kilometer 3190]

11. Tag  08.11.2008  Kasane, Thebe River Camp

Heute morgen haben wir Zeit. wir schlafen aber nur bis 06:30 Uhr. Nach dem Früstück fahren wir in die „Stadt“ zur Bank und zum Einkaufen. An der Straße entdecken wir sogar ein kleines Cafe und genießen den ersten Cappuchino seit einer Woche. Anschließend besuchen wir das Reptile Center. Wir erhalten von Marc eine sehr individuelle Führung und dürfen die unterschiedlichsten Schlangen in die Hand nehmen. Bei einer Schlange, die Andreas in der Hand hatte meint Marc – die macht nur Kopfschmerzen.

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Am späten Nachmittag starten wir eine Sunset Cruise mit dem Boot auf dem Chobe River. Büffelherden und jede Menge Hippos. Leider reißt keins für Andreas Kamera das Maul weit auf.  Weiter den Fluß aufwärts sehen wir Fischadler, Krokodile, wovon eins “bestimmt” am Nachmittag schon an der Lodge vorbei geschwommen sein muß. Wasserböcke und noch viele andere Antilopen geben sich die Ehre.

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Abends an der Bar haben wir HighLife. Im Gegensatz zu den bisherigen Durchschnittsalter (> 60) in den Lodges ist hier die Afrika-Austeiger und Hippi Gang mit ihren Safarigästen versammelt. Beim Dröhnen der  Musik schlafen wir ein.

[3242 km]

12. Tag  09.11.2008 Nata, Elephant Sands

Früstück um 06:00 Uhr mit Kaffee, und Cornflakes vorm Zelt. Wir brechen auf nach Pandamantenga. Da sind wir viel zu früh , so daß wir beschließen noch bis zum Nata Bird Sanctuary weiter zu fahren. Die Teerstraße wird immer schlechter. Mehr Schlaglöcher als Straße, es quälen sich jede Menge Trucks über die Strecke. Nach einem Fence erreichen wir Nata -ein Ort mit vier Tankstellen, aber keinem Spar. Das Bird Sanctuary enttäuscht auf den ersten Blick auf das Gate. Dies liegt aber auch daran, dass es vor einem Monat einer Feuer zum Opfer gefallen ist. Allerdings liegt die Campsite sehr nah an der Straße, wo alle paar Minuten die Trucks vorbei rauschen. Nicht gerade  erbaulich. Aber die Landschaft der Pans ist einfach atemberaubend. Wir fahren an die Sowa Pan, was schon mit einigen Wasserhürden gespickt ist.

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Auf der zwischezeitlich durch die Regenfälle enstandenen Wasserfläche tummeln sich Pelikane, Flamingos, Enten, Marabus, Reiher, Storche, ……….

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An dem Bird Hide steigen wir aus und gehen ein paar Meter zu Fuß. Plötzlich schlängelt sich eine Kobra von rechts nach links über den Weg und verschwindet wieder im Gras. Jetzt schauen wir doch ein wenig genauer hin, wo wir lang gehen.

Da die fast gegenüberliegende Nata Lodge leider auch den Falmmen zum Opfer gefallen ist, gehen uns langsam die Lodges und Campsites aus. Zum Glück hat Andreas in einem unserer Reiseführer noch etwas von dem Elephant Sands Camp gelesen. Also machen wir uns auf den Weg. Wir finden die Einfahrt auf Anhieb, trotzdem das Schild auf dem Boden liegt. Der Weg ist ruppig und lang. Der Name ist scheinbar das Programm. Doch dem Namen wird alle Ehre gemacht. Das Camp hat 5 einfache Chalets und eine Campsite. Es ist ein Traum.

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Die Elefanten kommen am Abend zum trinken an das Wasserloch des Camps. Da aber in den kleinen Pool am Morgen frisches Wasser eingefüllt wurde, trinken sie doch lieber aus dem Pool. Keine 3 Meter von uns entfernt saufen die 3 Elefanten den Pool leer. Ein wahnsinniges Erlebnis.

Es geht Stimmungsvoll weiter. Während wir am Lagerfeuer sitzen befreit der Chef uns und die anderen  Gäste von einer Bug – Invasion. Dann wird gekocht, bebacken und gebraten, bis das erstklassig Steak mit selbst gebackenen Brot, frischen Gemüse und Salat auf dem Teller ist.

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Tip: Das Elephant Camp ist ein absoluter geheim Tip. Die Inhaber sind super freundlich, die Atmosphäre super gemütlich. Unbedingt ausprobieren.

[3678 km]

13. Tag 10.11.2008 Kasane, Toro Lodge

Morgens früh gibt es das schnelle Früstück (Cornflakes und Kaffee), dann verabschieden wir uns von Maria und Ben. Dann geht es zurück die Schlaglochstrecke nach Kasane. Eine kleine Elefantenherde auf der Straße hält uns nur ein wenig auf.

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Am Eingang des Chobe National Parks dauert es dafür um so länger, bis wir unseren Wunsch der Verlängerung um zwei Nächte verständlich gemacht haben. Andreas muß sogar mit der Lady in Gabarone direkt telefonieren. Aber irgendwann scheint es dann zu klappen. Im Park sind wir dann überwältigt. Gleich am Anfang des Parks am Chobe River sehen wir riesige Elefantenherden. Mehr als 30 Tiere mit sehr vielen Jungtieren.

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Neben Wasserbüffeln, Krokodilen, Impalas, Hippos und auch Löwen, dominieren aber die Elefanten. Auf dem Weg an der Waterfront des Chobe Rivers sehen wir noch viele weitere Elefantenherden, die ihr Standardprogramm erledigen. Saufen, matschen und dann pudern. In einer der vielen Herden entdecken wir ein Junges. Es scheint erst ein paar Tage alt zu sein. Es kann kaum auf seinen eigenen Beinen Stehen.

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Bei der Ausfahrt aus haben wir noch einmal Überzeugungsarbeit zu leisten. Es scheint dann aber auch den Rangern klar zu sein, dass wir 2 zusätzliche Nächte haben möchten. Genächtigt wird dann wieder in der Toro Lodge (alles andere ist ausgebucht und die Capsite in der Kudo Lodge ist geschlossen). Es gibt noch einmal leckeres Steak zum Abendessen und dann schlafen wir noch einmal in richtigen Betten. Dies wird die nächsten 8 Tage nicht mehr der Fall sein. Wir freuen uns schon darauf.

[4068 km]

14. Tag  11.11.2008  Chobe NP, Ihaha Campsite CI-03 Riverside

Erster Tag im Chobe NP – es regnet – zwar sehen wir nicht noch einmal die riesigen Elefantenherden, dafür aber andere interessante Tiere und Begebenheiten:

Den Ground Hornbill (ein Vogel, der aussieht wie ein Truthahn), den interessanten Sattelstorch (den wir „Deutschlandstorch“ taufen, da sein Schnabel schwarz, rot und gelb ist), einen Skorpion und eine Gottesanbeterin, die sich durch uns nicht bei ihrer Mahlzeit stören lässt.

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Ein entgegenkommender Safariwagen berichtet uns von einem toten Wasserbüffel, der mit einigen Löwen gesichtet wurde. Aber bei dem starken Regen, können wir ihn nicht entdecken.

Auf unserem weiteren Weg kommen wir an Giraffen vorbei und am Wasser steht eine große Zebraherde mit vielen Jungtieren.

Als wir nach den Regenfällen wieder am Wasserbüffel vorbeifahren, machen wir tatsächlich die Löwen aus. Vollgefressen liegen sie unter den Bäumen. Da kann man wieder über die gute Tarnung der Tiere staunen.

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Angekommen an der Ihaha Campsite nutzen wir den nun trockenen Abend und Andreas macht sich dran, ein Feuer zu entfachen. Es gibt leckere Steaks mit Knoblauchbrot.

Nach dem gemeinsamen Abwasch ein Gläschen Rotwein am Lagerfeuer. Jetzt ist der Himmel klar und wir sitzen im Schatten des Mondlichtes, denn es ist Vollmond. Eine tolle Stimmung!

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[Kilometer 4171]

15. Tag (12.11.2008) Chobe NP, Ihaha Campsite CI-03 Riverside

Frühstück ohne Eile. Wir genießen den tollen Blick auf den Chobe River bei Sonnenaufgang in den Nebelschwaden. Beim Zeltabbau stellt Andres fest, dass alles klamm ist durch die Feuchtigkeit.

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Die Fahrt in Richtung der Lyantisümpfe ist zwar auch sehr schön, aber nicht so spektakulär wie viele Strecken zuvor. Auf dem Weg tummeln sich durch den gestrigen längeren Regen Unmengen von Tausenfüßlern.

Wir entschließen uns kurzerhand am Goha Gate abzuklären, ob wir eine Nacht auf der Savute Campsite verbringen können , da dies uns doch 3 – 4 Stunden Fahrtzeit nach Moremi sparen würde. Der Ranger am Gate versichert, dass es kein Problem sei, sie haben dafür Reserve Space, auf den man sich stellen kann. (Wir sind mal gespannt)

Auf dem Rückweg fängt es wieder an zu regnen. Diesmal richtig heftig. Man kann kaum Elefanten von entgegenkommenden Fahrzeugen unterscheiden.

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Leider verlieren wir später den Wettlauf mit den Öffnungszeiten der Bank in Kasane. (So gelassen, wie die Afrikaner bei vielen Dingen sind, hier sind sie überpünktlich – wieder etwas gelernt). Auch der Bancomat mag unsere Kreditkarte nicht… Dafür gönnt sich Andreas noch einmal eine Packung Zigarillos.

Am Nachmittag ist der Regen wieder vorbei und es bleibt auch am Abend trocken. Nachdem wir rasend schnell den Weg nach Ihaha zurücklegen, dabei noch fast einen Elefantenbullen umfahren, schaffen wir es noch, vor dem Dunkelwerden unser Steak zu braten.

Auch diesen Abend genießen wir an unserem Lagerfeuerchen mit zirpenden Grillen und dem Rascheln der nachtaktiven Tiere zwischen den Büschen.

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[Kilometer 4468]

16. Tag (13.11.2008) Chobe NP, Ihaha Campsite CI-04 Riverside

Heute war ein Tag wie im Film „Afrikas Tierwelt“.

Nach dem Wecken um 5:10 Uhr, wird ratz fatz das Zelt abgebaut (so schnell kann Jutta sich kaum waschen).

Dann geht es los in Richtung Nogatsaa, ein weiterer Teil des Chobe NP. Auf dem Weg dorthin sitzt zunächst majestätisch ein Löwe. Dann gleich am ersten Wasserloch steht eine gewaltige Büffelherde. Büffel wohin man schaut!

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Weiter geht es Schlag auf Schlag: Giraffen, Pferdeantilopen, Zebras, Rappenantilopen, dazwischen immer wieder Ipalas – und Elefanten – mal von links über die Straße, mal von rechts und ab und zu eine ganze Herde im Busch.

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Auf der weiteren Fahrt tief hinein in die Nogatsaa Area stehen immer mehr Pfützen auf dem Weg. Der Untergrund des Weges ist auch kein Sand mehr sondern glitschiger, rutschiger Matsch. Trotz Andreas Umfahrungskünsten bleibt der Wagen dann doch stecken. Ups. Ist aber kein Problem für Mac Giver! Schwupps hin und her, so schuckelt uns Andreas wieder raus. Aber irgendwann steht nur noch Wasser auf dem Weg, das wird uns dann doch zu riskant und wir kehren um. Dabei läuft und noch eine Straußenfamilie über den Weg und ein Waran liegt faul unter einem Baum.

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Spannend wird es noch einmal als sich eine Schlange vor uns über die Fahrspur schlängelt und im Baum vor uns verschwindet (also eine Boomslang). Andreas steigt mutig aus und bannt sie aufs Bild.

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Zurück an der Riverside fahren wir noch am toten Nilpferd vorbei, das wir bereits auf unserer ersten Tour an der Riverside gesichtet hatten. Jetzt wird es von Krokodilen vernascht. Später werden wir Zeuge wie ein Impalajunges seine ersten Stehversuche macht und zu guter letzt streift mich noch ein Elefant im vorbeigehen (so kam uns ein Elefant doch noch näher als am Swimmingpool).

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Auf der Campsite gibt es dann noch Verwirrung. Der uns zugewiesene Platz ist bereits belegt. Afrikanische Organisation verhilft uns dann zu einem neuen Platz (später erfahren wir, dass an diesem Abend noch mehr doppelte Buchungen vorhanden waren, also ein alltägliches Problem…)

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[Kilometer 4867]

17. Tag (14.11.2008) Chobe NP, Savute Campsite Reserved Space

Routiniert wird alles eingepackt und noch nebenbei ein Kaffee gekocht.

Wir starten heute nach Savute,  dem letzten Teil des Chobe NP, den wir durchfahren. Zunächst schlagen wir den selben Weg ein wie am Mittwoch. Unterwegs kommt uns ein Letlharelwa (African Hunting Dog) entgegen gelaufen. Natürlich treffen wir auch wieder Elefanten, diesmal allerdings von rechts nach links.

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Bevor wir das Gate erreichen, sind uns zwei sehr langsam fahrende Fahrzeuge (NAM, ZA) im Weg. Der Ranger am Goha Gate versichert uns noch einmal, dass wir einen Platz auf der Campesite erhalten können und tatsächlich auch der Officer an der Campsite ist nach längerer Diskussion überzeugt (man muss hartnäckig und freundlich bleiben).

Hinter den dickummauerten Wasch- und Toilettenhäuschen (gegen die Angriffe der Elefanten auf die Wassertanks) machen wir erst mal Frühstück.

Anschließend erkunden wir Savute. Zunächst besteigen wir einen der sieben Hügel und bewundern neben den Bushmann Paintings die gigantische Aussicht über das Buschland, die Marsch und das ausgetrocknete Flussbett des Savute. Vor dem Hügel steht ein gigantischer Baobab Baum. Wie klein doch unser Auto ist, ganz zu schweigen von Jutta.

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Die Fahrt zum Rhinovlei und zum Wasserloch direkt am Camp führt uns vorbei an Elefanten und Zebras, aber leider sind weder Löwen noch Geparden oder Leoparden zu sehen. Nur ein paar Zebramangusten hatten Jagderfolg – eine Art Maulwurf wird mit Appetit verspeist.

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Zurück im Camp gibt es heute „Nudeln in Tomato Jam“ direkt auf dem Feuer gegart. Eine etwas eigenwillige Kreation, aber wir haben Hunger, so wird nichts übrig gelassen.

[Kilometer 4858]

18. Tag (15.11.2008) Moremi NP, Xakanaxa MRX-07

Der Plan war, nach einem frühen Start in den Tag die Savutemarsch zu durch pirschen, um dann Mittags in Moremi ein wenig zu relaxen. Ein guter Plan, aber es kommt oft anders als man denkt: Die Pirsch durch die Marsch ist zunächst fantastisch. Gnuherden und unendliche Zebraherden (hier scheinen wir tatsächlich auf die jährliche Zebrawanderung der 25.000 Zebras zu treffen) reihen sich an einander. Dazwischen immer wieder Elefanten.

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Der Weg wird holpriger, schmaler und matschiger. Dann passiert es. Eine große lange Matchkuhle nach einer Kurve kann Andreas nicht mehr umfahren. Wir stecken fest – im Matsch – er ist total glitschig – es hilft kein Holz unter den Reifen, keine Sandmatten (sind ja auch für Sand…), kein ausbuddeln…

Jutta wird dann doch etwas nervös, aber Andreas (Mac Giver) ist zuversichtlich. Wir haben ja noch die Seilwinde! Die erste Konstruktion mithilfe des Wagenhebers ist noch nicht ganz erfolgreich. Gott sei Dank steht mitten in der weiten Graslandschaft ein mickriges Bäumchen, das uns rettet . Als Andreas um das ca. 20 m entfernt stehende Bäumchen die Winde schlingt, zieht uns die Winde aus dem Schlamm. 1 ½ Stunden später, um eine Erfahrung reicher und noch vorsichtiger bei den nächsten Wasserlöchern machen wir uns wieder auf den Weg. Jetzt sind wir wirklich so richtig dreckig!

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Als wir später auf die uns schon bekannten (etwas langsam fahrenden) Autos aus NAM und ZA treffen, fahren wir diesmal gerne hinterher. Dies wird am Mahabe Gate auch kurz gemeinsam besprochen, denn auch die Jungs (Xaver, Ben, Michael und Rene) müssen nach Moremi, da der direkte Weg nach Maun durch den Regen bereits nicht mehr befahren werden kann. Die Strecke am Khwai River ist traumhaft schön trotz der vielen Wasserlöcher auf der Fahrbahn. Nach zwei Stunden machen wir erst mal eine Kaffeepause an einem Hippopool.

Hier wechselt Andreas schnell mit Hilfe von Xaver den Reifen hinten links, dem nun endgültig die Luft ausgegangen ist.

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Nach 9 Stunden und haben wir die 115 km bis zum Khwai Gate hinter uns! Es ist jetzt 15:00 Uhr und es liegen noch ca. 45 km bis Xakanaxa vor uns. Der Ranger am Gate traut uns die weitere Strecke bis zur Campsite ohne weiteres zu. Ca. 3 Stunden meint er, braucht man und der Weg sein nicht besser und nicht schlechter als bisher.

So verabschieden wir uns von den Vieren und starten weiter durch. Die ersten 20 km klappen auch ganz problemlos. Aber dann wird die Fahrbahn plötzlich von einem See verschluckt. Mit der Erfahrung vom frühen Morgen suchen wir verzweifelt eine Umfahrung. Gerade als wir unser GPS ausgepackt haben, kommt ein Fahrzeug von Water Affairs. Gerne kommt er unserer Bitte, uns den besten Weg durch das Wasser zu zeigen, nach. Er fährt uns voraus und so können wir ihm durch noch einige tiefe Pfützen und Löcher bis nach Xakanaxa folgen. Nun ist auch am Auto keine saubere Stelle mehr zu sehen.

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Nach diesen Strapazen schmeckt das Bier besonders gut und die Dusche wird genossen. Hungrig werden die restlichen Nudeln von gestern gebraten dazu gibt es Meatballs aus der Dose.

[Kilometer 5033]

19. Tag (16.11.2008) Moremi NP, Third Bridge Campsite

Ein gemütliches Käffchen bevor wir zur Bootsfahrt ins Okavango Delat starten. Mit uns sind zwei andere Pärchen an Bord. Eine abwechslungsreiche Tour genießen wir die nächsten 2,5 Stunden. Der Bootsführer zeigt uns ein Marabunest mit einem Jungtier. Danach eine Vogelkolonie in der Pelikane neben Reihern, Störchen und Marabus brüten.

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Danach sehen wir einen Elfanten, der baden gehen will und einen prall gefüllten Hippopool. Die Wasserlandschaft des Deltas ist überwältigend. Auf unzähligen kleine Inseln sehen wir die verschidensten Antilopenarten.

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Nach dem Hippopool treten wir dann unsere Rückfahrt an. Jetzt hat es der Elefant auch schon bis ins Wasser geschafft und vergnügt sich mit dem Papyrus zum Frühstück. Am Anleger angekommen, frühstücken auch wir erst mal. Danach packen wir zusammen und fahren dann zur legendären Campesite Third Bridge. Unterwegs beobachten wir ein Elefantenkuh mit ihrem Jungen bei der Morgentoilette. Die Brücke wird ihrem Ruf wirklich gerecht. Aber trotzdem sie keinen vertrauenswürdigen Eindruck macht, kommen wir sicher auf der anderen Seite an und machen erstmal eine Pause unter Leberwurstbäumen.

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Unsere heutige Pirschfahrt führt uns durch eine sehr abwechslungsreiche Lanschaft. Wir fahren den Bodumatau Loop. Wir sehen einige Giraffen am Wasserloch. Diesmal tun sie uns auch den Gefallen und trinken. Es sieht schon sehr lustig aus, wenn sie fast im Spagat trinken. Wir streifen eine Elefanteherde und sehen eine Gruppe Hyänen in der Ferne. Als wir an der Campsite ankommen begrüßt uns eine Gruppe Paviane. Der Chef der Gang liegt genüßlich unter dem neuen Gate. Die Campsites sind neu gemacht , aber leider sind die Duschen und WC’s noch nicht geöffnet. Aber ein offenes Fenster gewährt uns ffür unsere Abendtoilette Zutritt.

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Auf unserer Site hockt sich ein Pavian auf unsere Motorhaube und schaut interessiert den Vorbereitungen für unsere Mahlzeit zu. Im Dunkeln streift ein Elefant vorbei und und ein Leopard scheint die benachbarte Affenbande aufzuschrecken. Das Gebrüll ist jedenfalls riesengroß. [5092 km]

20. Tag (17.11.2008) Makgadikgadi NP, Khumaga Campsite

Aufbruch um 06:00 UHr. Wir schätzen ca. 3-4 Stunden bis zum 150 km entfernten Maun. Über bzw. an den Brücken vorbei pirschen wir uns vor. Und dann kommt fast wie im Film das grpße Finale kurz vor Schluß. Zuerst sehen wir drei Hyänen, dann ein ganzes Rudel!! Wir jagen sie vor uns her. Dann kommt es noch besser. Andreas entdeckt sie: Zwei Geparden, die es sich am Wasserloch bequem machen. Die werden natürlich erst einmal ausgiebig beobachtet.

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So sind wir doch erst nach 5 Stunden in Maun.  Tanken, einkaufen und ein wenig umschauen. Wir sind dann doch froh, das wir uns entschieden haben, nicht in dieser Safarihochburg zu übernachten. Also geht es weiter zum Makgadikgadi National Park. Ein freundlicher Ranger weist uns die Campsite zu. Auffällig sind die vielen Skelette die hier liegen. Die Trockezeit scheint ihre Opfer gefordert zu haben. Auch am Hippopool in dem 5 gut aufgelegte Nilspferde plantschen, liegt eine tote stinkende Griraffe. Andreas dreht das Auto gegen den Wind, damit Juttas Nase geschont wird. Dann beobachten wir die Hippos bei ihrem Spiel. An der Campsite wirft Andreas schnell das Feuer an, damit wir die Steaks, de wir durch den Fence geschmuggelt haben (gut gekühlt in der Reisetasche durch Dosenbier), genießen können.

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[5422 km]

21. Tag (18.11.2008) Khama Rhino Sanctuary Campsite

Entspannter Aufbruch, eine Meerkatze beobachtet uns beim Kaffee. Wir drehen eine Runde durch die Pans. Die Landschaft ist beeindruckend. Gelbes Gras bis zum Horizont. Vereinzelt treffen wir auf Oryxe, Gnus und Zebras. Aber hier steht eindeutig die Landschaft im Vordegrund.

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Die Campsite auf den Njuca Hills wäre auch zu empfehlen (wem die in der Kalahari gefallen haben, sollte diese hier nicht meiden). Allerdings sollte man zur Regenzeit vorsichtig sein, da die Wege schnell unbefahrbar werden können.

Raus aus dem NP folgt eine lange eintönige Fahrt auf einer fast schnurgeraden Teerstraße. Wie um uns eine Abwechslung zu verschaffen, bricht etwas im Getriebe. Jetzt können wir nicht mehr im fünften Gang fahren und auch der Rückwärtsgang streikt.

Etwas langsamer als gedacht, kommen wir in Khama Rhino sicher an. Nach der Belegung der schönsten Campsite (Andreas manövriert und immer schön vorwärts dorthin), fahren wir gleich zum bekannten Wasserloch. Dort können wir einer ganzen Gruppe Nashörnern beim Schlammbaden zuschauen.

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Nach nur einer kleinen weitern Runde parken wir unter den Mokongwabäumen und genießen unseren letzten Abend am Lagerfeuer. Auch heute können wir noch einmal saftige Steaks grillen, denn auch diesmal hat der Trick mit den Dosenkühlung funktioniert und wir sind ohne Probleme damit durch die Fences gekommen.

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In der letzten Nacht im Zelt wird Andreas von Regen geweckt und muss noch einmal raus, alles schnell dicht machen.

[5910 km]

22. Tag (19.11.2008) Südafrika,  Eigentlich Zebra Lodge

Heute haben wi eine lange Fahrt vor uns (ca. 650 km). Dazu können wir die Strecke nur mit 80 km/h im vierten Gang bewältigen. Deshalb starten wir früh, um halb sieben ist Aufbruch.

Am letzen Fence bevor wir nach Südafrika einreisen verschenken wir unsere letzten Konserven, Nudeln und Reis. Damit haben wir auf jeden Fall eine Familie sehr glücklich gemacht. Der erste Streckenabschnitt bis Martins Drift (aus Seiten Südafrikas Goblers Bridge) ist bis 9:00 Uhr geschafft. Die Grenzformalitäten sind auf beiden Seiten umständlich – wie immer, wir sind es jetzt ja schon gewohnt.Nach weiteren zwei Stunden gönnen wir uns an einen Rastplatz der Straße eine Kaffeepause, dann geht es weiter bis zur beschriebenen Abzweigung zur Zebralodge.

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Dort herrscht reger Betrieb: Eine Vorauswahl zur Miss World Wahl findet statt und wir sind nicht so wirklich willkommen. Der Manager empfängt uns und teilt uns mit, dass sie uns in eine andere Lodge umgebucht haben. Der Weg dorthin ist nicht einfach zu finden, selbst der Fahrer, der uns führen soll, dreht mit uns eine extra Runde. (So lernen wir gleich noch ein paar Lodges in der Gegend kennen).

Aber dann landen wir doch endlich auf Woodland bei Felix und Rita, einer schönen Anlage, mit schönen Hütten, aber leider fehlt dem Haupthaus ein wenig die Atmosphäre und auch der Swimmingpool ist zu Juttas Leidwesen  nicht vorhandn.

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[Kilometer 6550]

23. Tag (20.11.2008) Woodlands Lodge bei Felix und Rita

Andreas schläft aus bis halb sieben! Jutta hat derweil schon eine Tasse Kaffee auf der Terasse genossen. Nach dem reichhaltigen Frühstück machen wir einen Spaziergang durch das Reservat. Dabei begegnen wir tatsächlich einer Horde Gnus, ein paar Warzenschweinen und zwei Kudus. Nachdem wir es jetzt so deutlich gehört haben, begleitet uns das Schnauben der Gnus auf dem weiteren Weg. So streifen wir fast drei Stunden durchs Gelände, das ist eine schöne Abwechslung nach der vielen Fahrerei am gestrigen Tag.

Zurück auf der eigenen Terrasse, wird gefaulenzt, Bilder auf dem Laptop bearbeitet und gelesen. Andreas fährt noch kurz zum Spar (ist so ca. 25 km entfernt, um ein paar Drinks zu besorgen). Unser zweiter Streifzug am Nachmittag führt uns auf einem schmalen Pfad entlang eines Baches durch das Areal. Dabei wird deutlich wie riesig das Gelände ist (1000 ha gehören zu dem Gebiet, der sich zusammengeschlossenen sieben Lodges).

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Da wir einen Night Drive verabredet hatten, wollte Rita das Dinner eigentlich um 18:00 Uhr servieren, aber das scheint sie vergessen zu haben. Aber ist ja nicht schlimm, wir setzen uns an die gemütliche Bar und dürfen sogar später das Dinner draußen genießen. So haben wir doch noch ein wenig Atmosphäre schnuppern können und erleben ein wirklich romantisches Candlelight Dinner auf der Terrasse – ganz für uns allein.

Felix fährt uns später mit seinem Unimog wie versprochen auf dunklen Wegen herum. Auf diesem Night Drive entdecken wir erstaunlich viel: Gnus, Impalas und sogar Giraffen und als letztes Highlight noch ein Buschbaby!

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[Kilometer 6608]

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